Aktuelle Nachrichten

Adventsimpuls

in den Tagen bis Weihnachten...

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lebendiges Adventsfenster

Nachlese zu den Fenstern der Pfarrei St. Franziskus

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Friedenslicht aus Betlehem

Weitergabe des Friedenslicht in der Kirche in Geisfeld am Samstag, 22.12.18 um 18 Uhr.

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Katechetentreffen

Am Freitag, dem 04.01.2019

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Erstkommunion 2020

Bereits von vielen Eltern erwartet; hier nun endlich die Termine für die Erstkommunion 2020! 

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Geistlicher Impuls

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Rein  und  Unrein  sind  wichtige  Stichworte,  wenn  in  den Evangelien Jesus und die Pharisäer diskutieren und sich auseinandersetzen.  Es  sind  zwei  Kategorien,  in  die  die Pharisäer  zur  Zeit  Jesu  die  Welt  eingeteilt  haben.  Pharisäer,  das  heißt  übrigens  in  deutscher  Übersetzung:  die Abgesonderten. So haben sie sich selbst genannt in Abgrenzung zu den Unreinen, zu denen, die für sie nicht dazu gehörten. Sie selbst und alle, die ihren Regeln folgten waren die Reinen, diejenigen, die dazu gehörten.
Wir  erleben  heutzutage  wieder  einmal  Zeiten,  in  denen eingeteilt wird in solche Kategorien: in schwarz und weiß, in dazugehörig und nicht dazugehörig. Wenn ich die Nachrichten aus Chemnitz höre, dann zeigt es sich deutlich, wie gefährlich es ist, wenn wir die Welt und die Menschen in ihr mit solchen Kategorien belegen. Dann sind plötzlich die einen, die Deutschen, die Guten, die Reinen und die Ausländer die Bösen, die Unreinen, vor denen wir uns hüten müssen. Und schnell ist man dann dabei, die einen auf den Sockel zu heben und die anderen zu verdammen und zu verjagen. Dann werden plötzlich diejenigen mit Steinen beworfen und gejagt, die den falschen Pass, die falsche Herkunft und die falsche Hautfarbe besitzen. Sie sind halt die Unreinen, diejenigen, die nicht hierher gehören. Und auch wird schnell deutlich: diese Unterteilung stützt sich auf  äußerliche  Merkmale,  die  Staatsangehörigkeit, die Hautfarbe, die Religion und die Herkunft. Ich muss sagen, dass ich am 01.September froh und stolz war, in Hermeskeil zu erleben, dass viel mehr Menschen eine bunte Welt mehr lieben als eine schwarz-weiße. Das Friedensfest im Park mit seinen 350 (laut Zeitung) feiernden Menschen hat mir gezeigt, dass es auch die inneren Werte gibt, die eine Rolle spielen: die Solidarität, das Mitgefühl, die Barmherzigkeit und die Nächsten- und Fremdenliebe.
Vielleicht ist das auch eine Frucht der vielen Begegnungen und Kontakte, die wir ermöglicht haben und immer neu ermöglichen wollen in unseren Projekten und Aktionen. Dazu gehören die Familienwochenenden für deutsche und ausländische Familien, das monatliche Café International und die interkulturellen Begegnungen, wie am 26.08.2018 im MGH/Johanneshaus. Da geht eben nicht um Abgrenzung, um Be- oder sogar Abwertung des Anderen, sondern um echte Begegnung, um Kennenlernen. Und wenn wir uns kennenlernen, dann spielt meist schnell die Unterteilung nach Kategorien wie Einheimisch – Ausländisch, Gut – Böse, Rein – Unrein keine Rolle mehr. Dann lernen sich Menschen kennen und feiern gemeinsam ein schönes Fest. Am vergangenen Sonntag im MGH beim Interkulturellen Fest haben wir es erleben können. Es wäre gut, wenn noch  mehr  einheimische  Bürgerinnen  und  Bürger  diese Möglichkeiten zur Begegnungen nutzen würden.
Jesus macht immer wieder klar: das, was einen Menschen rein oder unrein, gut oder böse macht, das kommt nicht von außen, das liegt in seinem Herzen. In der Lesung aus dem Jakobusbrief gibt es eine für Christen wichtige Aussage:„Nehmt euch das Wort zu Herzen, das in euch eingepflanzt worden ist und das die Macht hat, euch zu retten.
Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst. Ein reiner und makelloser Dienst vor Gott besteht darin: für Waisen und Witwen zu sorgen, wenn sie in Not sind.“ (Jak 1,27)
Die Witwen und Waisen, das waren die Armen und Notleidenden in der Zeit der jungen Kirche. Wir können alle Gruppen für sie einsetzen, die wir die Armen nennen, diejenigen, die in Not sind. Daran erkennt man Christen, sagt der Jakobusbrief, daran wie sie sich verhalten und wie sie mit den Armen umgehen. Und deshalb ist es wichtig, dass wir Christen es machen, wie Gott selbst es macht: dass wir nämlich auf das Innere des Menschen schauen, in dem jeder Mensch zunächst einmal ein Geschöpf Gottes ist, auch der Fremde, der Mensch aus eine anderen Kultur oder
Religion. Und nur in der Begegnung mit den Menschen kann ich doch auch feststellen, was lebt im Herzen dieses Menschen, was ist seine Not und seine Sehnsucht.
Ich bin stolz darauf, dass in unserer Kirchengemeinde und um sie herum so viele Menschen wohnen, die Solidarität und Mitgefühl, christlich gesprochen: Nächstenliebe für wesentlicher erachten als die Einteilung von Menschen nach äußerlichen Kategorien. Ich bin stolz auf diese Menschen, die sich auf vielfältige Art für andere engagieren, um Not zu lindern und ein Zeichen zu setzen für Menschlichkeit: in der Flüchtlingsarbeit, bei der Tafel, als Besuchsdienst für kranke und alte Menschen, als Begleiterinnen und Begleiter für Sterbende. Sie sind das Gesicht unserer Kirche und das Bild eines liebenden Gottes.
„Ein reiner und makelloser Dienst vor Gott besteht darin: für Waisen und Witwen zu sorgen, wenn sie in Not sind.“  
Das ist die Kategorie, die für uns Christen zählt.