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Sonntags-Impuls

Impuls von Diakon Andreas Webel zur Liturgie am Sonntag.

 

 

> 29.03.2020 5. Sonntag der österlichen Busszeit

Evangelium: Joh 11,3-7. 17. 20-27. 33b-45


In jener Zeit
   sandten die Schwestern des Lazarus Jesus die Nachricht:
   Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank.
Als Jesus das hörte,
   sagte er: Diese Krankheit führt nicht zum Tod,
sondern dient der Verherrlichung Gottes.
Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden.
Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lazarus.
Als er hörte, dass Lazarus krank war,
   blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt.
Danach sagte er zu den Jüngern:
   Lasst uns wieder nach Judäa gehen.

Als Jesus ankam,
   fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen.

Als Marta hörte, dass Jesus komme,
   ging sie ihm entgegen,
Maria aber blieb im Haus sitzen.
Marta sagte zu Jesus:
   Herr, wärst du hier gewesen,
   dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich:
   Alles, worum du Gott bittest,
   wird Gott dir geben.
Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm:
   Ich weiß, dass er auferstehen wird
   bei der Auferstehung am Jüngsten Tag.
Jesus sagte zu ihr:
   Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt,
   wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
   wird auf ewig nicht sterben.
Glaubst du das?
Marta sagte zu ihm:
   Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist,
der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

 

Gedanken


Die Frau war gerade mal etwas über 60 Jahre alt. Und was hatte sie nicht schon alles erlebt in diesen sechs Jahrzehnten!
Ihr erster Mann, mit dem sie zwei Kinder hatte, war früh gestorben. Dann hatte sie ihren zweiten Mann kennengelernt und alles schien wieder gut zu werden. Ein drittes Kind war geboren worden. Doch dann kam der Krieg. Eines Abends hieß es: „Die russische Front kommt näher. Könnte sein, dass sie morgen schon da ist.“ Das nötigste musste schnell in zwei, drei Taschen verstaut werden und dann ging er los, der Treck, die Flucht mit den Viehwagen. Das alte Leben unwiederbringlich zerstört.

Dann, nach dem Krieg hatten sie alle – Gott sei Dank – die Flucht überlebt und eine neue Heimat gefunden. Das Leben schien sich endlich zum Besseren zu wenden. Die Zukunft sah gut aus. Aber dann – er war erst 61 Jahre alt – wurde der zweite Ehemann auch krank. Krebs! Der Weg war vorgezeichnet.
Als der Mann dann im Sterben lag, da ging die Frau zum Schrank und holte ein kleines Paket heraus. Es war eine Kerze – die Taufkerze des Mannes: bei der Flucht vor der russischen Armee hatten sie ihre Taufkerzen mitgenommen. Die Frau zündete sie an und stellte sie zur Sterbegarnitur auf dem Nachttisch. Jetzt sollte Gott zeigen, dass sein Versprechen, dass er durch Jesu Tod und Auferstehung gegeben hatte, wahr ist.

Welche Verzweiflung, aber auch welches Vertrauen, welche Hoffnung in Gott zeigt sich in dieser brennenden Taufkerze.
Ein Vertrauen, das auch aus den Worten Martas spricht, als sie Jesus entgegen geht: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.“

Sie weiß, dass eigentlich alles zu spät ist, Lazarus ist sogar schon begraben.

Aber mit Jesus ist auch dann nicht einfach alles aus und vorbei. Vertrauen in Gott, in Jesus Christus und sein Versprechen, bedeutet Hoffnung und Perspektive, wenn alles Hoffnungslos und ohne Sinn erscheint.
Und Mut machende Zeichen für diese Lebensperspektive gibt es immer wieder um uns herum: Das allgegenwärtige „Auferstehen“ in der Natur im Frühling – wir erleben es zur Zeit vielleicht intensiver als in früheren Jahren; die Einschränkungen während der Corona-Krise belasten nicht nur, sie schenken uns auch Zeit dafür.
Und dann sind da die vielen kleinen Auferstehungen, die es immer wieder zu erleben gibt:

 

  • der von Kindern gemalte Regenbogen in vielen Fenstern, über dem steht: „Es wird alles gut!“
  • die Phantasie und Kreativität mit der viele Menschen ihre Hilfe anbieten während der Zeit der Einschränkungen.
  • die Gemeinschaft und der soziale Zusammenhalt, der in der Zeit des „Abstand-Haltens“ während der Krise nicht weniger wird, sondern sogar stärker sichtbar wird.
  • die Zeichen der Solidarität mit den Ärmsten in der Welt, die durch die Spenden für das Hilfswerk Misereor m Umkreis des heutigen Misereor-Sonntags hoffentlich auch in diesem Jahr gesetzt werden.

Ein solches Zeichen im Kirchenjahr ist die Feier der Osternacht. Nach der Weihe des Osterfeuers wird die neue Osterkerze entzündet und in die dunkle Kirche getragen. Dabei wird dreimal gesungen: „Lumen Christi.“ Und alle antworten „Deo gratias.“ „Das Licht Christi.“ – „Dank sei Gott.“  Das Licht Christi – seine Auferstehung – leuchtet in der Finsternis. Es leuchtet sogar in der Finsternis des Todes.

In der diesjährigen Osternacht wird es keine öffentliche und gemeinschaftliche Lichtfeier geben. Es wird dieses wichtige Zeichen für uns Christen nur in abgeschwächter Form geben.
Vielleicht haben Sie ja noch ihre Taufkerze irgendwo im Schrank liegen. Nehmen Sie doch diese Kerze in der Osternacht oder am Ostermorgen einmal aus dem Schrank heraus und zünden Sie sie an (im Zweifel irgendeine andere Kerze). Betrachten Sie dieses Licht für einen Augenblick – es ist das Licht Ihrer ganz persönlichen Osterkerze – das Hoffnungslicht, dass ihnen ganz persönlich zu Ihrer Taufe mit den Worten geschenkt wurde: „Empfange das Licht Christi!“. Es liegt darin sie Zusage Gottes: „Es wird alles gut! Egal was geschieht: ich bin das Licht im Dunkel der Nacht!“ Und es liegt darin die Ermutigung: „Vertraue darauf, egal wo Du bist und was Dir geschieht!“
Jesus sagt zu jedem von uns ganz persönlich:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.
Glaubst Du das?“

Amen.

 

Fürbitten:

Jesus Christus,

du bist gekommen, um den Menschen Licht, Heil und Trost zu schenken. Führe uns zusammen, auch wenn wir voneinander Abstand halten müssen.
Zu dir dürfen wir mit unseren Anliegen kommen und beten:

 

  • Für alle, die unter der Corona-Pandemie leiden, für die an Covid19 Erkrankten, die im Krankenhaus sind und für alle in Quarantäne.
    Erhöre uns, Christus
  • Wir beten für die Berufstätigen, die unsicher sind, wie es weitergeht und für alle, deren Existenz in Gefahr gerät.
    Erhöre uns, Christus

  • Wir beten für die vielen Menschen, die unermüdlich im Einsatz sind in Arztpraxen und Spitälern und sich um das Wohl der Kranken kümmern.
    Erhöre uns, Christus

  • Wir beten für die Familien in dieser herausfordernden Situation, und für alle in Politik und Wirtschaft, die für das Land und für Europa wichtige Entscheidung treffen müssen.
    Erhöre uns, Christus

  • Wir beten für alle, die die Grundversorgung gewährleisten und für die Menschen in den Labors, die unter Hochdruck Tests auswerten und nach Medikamenten forschen.
    Erhöre uns, Christus


  • Wir beten für alle Gläubigen in dieser schwierigen Zeit und für die Seelsorger und Seelsorgerinnen, die neue Formen entwickeln, wie Menschen ihren Glauben miteinander teilen.
    Erhöre uns, Christus

  • Wir beten für die Gläubigen, denen die Gottesdienstgemeinschaft fehlt und für alle, die einander beistehen und ermutigen.
    Erhöre uns, Christus
  • Wir beten für die Mensch auf der Flucht, für alle, die unter unwürdigen Bedingungen leben müssen und besonders für die Kinder auf Lesbos, die durch die Corona-Krise festsitzen.
    Erhöre uns, Christus

  • Wir beten für die Hilfsorganisationen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die selbst unter katastrophalen Bedingungen im Einsatz sind.
    Erhöre uns, Christus

  • Wir beten für unsere Pfarrgemeinden und für alle, die Sorgen und Ängste in sich tragen.
    Erhöre uns, Christus

  • Wir beten für alle, deren Leben gefährdet ist und für die Verstorbenen.

Jesus Christus, du schenkst uns dein Heil und deinen Beistand gerade auch in diesen schweren Zeiten. Dafür danken wir dir und preisen dich mit Gott, dem Vater und dem Heiligen Geist heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. Amen.

Vater unser

Gebet des Bischofs in Zeiten der Pandemie

 

> 22.03.2020 4. Sonntag der österlichen Busszeit

Da es keine Gottesdienste in dieser Zeit gibt, habe ich mich entschlossen, in den nächsten Wochen Texte zu erarbeiten zu den Lesungen der Sonntage und sie per Mail zu versenden. Enthalten sind jeweils ein Ausschnitt aus den Sonntagslesungen oder Evangelien, Gedanken zu diesem Text und ein Fürbittgebet. Gerne dürfen diese Texte weitergegeben werden, falls sie Euch/Ihnen hilfreich erscheinen. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir auch in dieser Zeit ohne gemeinsame Gottesdienste etwas von der Gemeinschaft in derzeit möglichen Formen weiterleben und pflegen.
Sollten Sie/Ihr selbst auf diese Gedanken antworten wollen, können Sie das gerne tun! (Mail: a.webel@franziskus-hermeskeil.de)
Herzliche Grüße und bleibt/-en -/Sie gesund!

Johannes 9, 1-5

 

In jener Zeit
   sah Jesus unterwegs einen Mann,
   der seit seiner Geburt blind war.
Da fragten ihn seine Jünger:
   Rabbi, wer hat gesündigt?
Er selbst
   oder seine Eltern,
   sodass er blind geboren wurde?
Jesus antwortete:
   Weder er noch seine Eltern haben gesündigt,
sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden.
Wir müssen, solange es Tag ist,
   die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat;
es kommt die Nacht, in der niemand mehr wirken kann.
Solange ich in der Welt bin,
   bin ich das Licht der Welt.

 

 

Gedanken zum Evangelium:

 

Gestern, im ARD–Extra zur Corona-Krise und in den Nachrichten, konnte man erschütternde Bilder und Berichte aus Italien hören. Die Kapazitäten des örtlichen Krematoriums reichten nicht mehr aus, um die Toten einzuäschern. Soldaten mussten die Toten auf Lastwagen in andere Regionen bringen. Eine Krankenschwester berichtete völlig übermüdet und unter Tränen über ihre Arbeit in einer italienischen Intensivstation. Eine solch extreme Lage haben wir in Deutschland, Gott sei Dank, noch nicht.
Vielleicht könnte es dann bei uns Menschen geben, die die gleiche Frage stellen, wie die Jünger in den ersten Zeilen des heutigen Evangeliums: „Rabbi, wer hat gesündigt?“ Ist diese Pandemie und all das Leid vielleicht doch eine Strafe Gottes für unsere Verfehlungen? So jedenfalls behaupten es einige Unheilspropheten, die sich während solcher Katastrophen immer wieder zu Wort melden, auch jetzt wieder.

 

Um es gleich vorweg zu sagen: Jesus beantwortet die Frage der Jünger mit einem eindeutigen „Nein“. „Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden.“ Und das „Werk Gottes an ihm“ ist die Heilung, die Jesus dann im Anschluss bewirkt.
Der Gott Jesu ist kein Gott, der durch Krankheiten und Katastrophen straft, um die Menschen zur Umkehr zu bewegen. Jesus will vielmehr das Licht der Welt sein.

 

Licht – das ist Orientierung und Trost in der Dunkelheit der Nacht.
Licht – das gibt Mut und Kraft zum Handeln.



„Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ sagt Jesus im Evangelium.  
Zur Zeit ist es nicht möglich die Eucharistie zu feiern, das heißt die Gegenwart Jesu in unserer Welt. Es liegt nun an uns, dieses Licht zu sein durch die Art und Weise, wie wir leben und handeln.
Die Menschen in den Pflegeberufen, in der Betreuung der Corona-Patienten, die Vielen, die Menschen mit besonderen Risikofaktoren – Alte und Kranke – durch tätige Nachbarschaftshilfe unterstützen: das sind die Menschen, die das Licht Jesu leuchten lassen. Sie zeigen uns: auch die Corona-Pandämie ist keine Strafe Gottes – an ihr sollen vielmehr die Werke Gottes offenbar werden – Solidarität und Nächstenliebe, Achtsamkeit und Gemeinschaft.

 

 

 

Fürbitten:

Gott und Vater,
du bist kein strafender Gott. Du willst Licht sein im Leben der Menschen.
Wir bitten dich:

 

  • Für alle Menschen, die Angst haben vor Ansteckung durch das Corona-Virus.
    Für alle, die nun Sorgen haben, wie sie ihr Leben finanziell und im Alltag weiterleben können.
    Guter Vater:
  • Für alle, die sich in der Pflege und Behandlung von Kranken selbst der Gefahr der Ansteckung aussetzen.
    Guter Vater:
  • Für alle Menschen, die Licht sein wollen für andere, indem sie mit Phantasie und Tatkraft helfen und unterstützen.
    Guter Vater:
  • Für Politiker und Machthaber: dass sie in diese   n schwierigen Zeiten das Wohl aller Menschen im Blick haben, nicht nur die eigene Macht und das eigene Wohlergehen.
    Guter Vater:
  •  Für die am Corona-Virus verstorbenen und alle Toten. Nimm sie auf in dein Reich.
    Guter Vater:

Das sind unsere Bitten, guter Gott. Dich loben und preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.
Amen.



Vater Unser


Gebet des Bischofs in Zeiten der Corona-Pandämie